Kartoffelsorte Amflora bei Kartoffel Denia Beschreibung der Kartoffelsorten bei Ferienhaus Denia und Kartoffeln Els Poblets

Amflora

Amflora (offizielle Bezeichnung EH92-527-1, auf EU-Ebene BPS-25271-9 (zugelassen 2011) ist eine speziell für die Stärkeindustrie entwickelte, gentechnisch veränderte Kartoffel aus dem Hause BASF. Essen sollte man sie nicht, wegen Antibiotika - Resistenzen, aber auch mangels Geschmack.
Sie enthält die Stärkesorte Amylopektin. Die Kartoffelstärke Amylopektin wird unter anderem bei der Herstellung von Papier verwendet. Als Oberflächenbeschichtung verhindert sie, dass beim Schreiben die Farbe verläuft. In der Textilindustrie werden Garne mit einem Film aus Stärke umgeben, der den Faden stabiler und unempfindlicher gegen Schmutz macht. Beton und Klebstoffe bleiben durch den Zusatz von Amylopektinstärke länger verarbeitungsfähig.
Die Pflanze enthält ein Gen, das die Pflanze widerstandsfähig gegen das Antibiotikum Kanamycin macht. Dieses könnte auf Bakterien im Boden übertragen werden und dazu führen, dass Krankheitserreger resistent gegen dieses Medikament werden. Es wäre auch möglich, dass das gentechnisch veränderte Erbgut von Amflora in die Nahrungskette gelangt. Rein äußerlich sei die Amylopektin-Kartoffel nicht von herkömmlichen Industriekartoffeln und auch nicht von Speisekartoffeln zu unterscheiden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Gentech-Knollen bei Transport, Lagerung oder Verarbeitung versehentlich mit herkömmlichen Sorten vermischen. Zudem bleiben pro Hektar mindestens 10 000 Knollen auf dem Acker, die von der Erntemaschine nicht erfasst werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass einige davon im nächsten Jahr trotz aller Frostempfindlichkeit keimen, ist groß. Die Pülpe, also das, was nach Verarbeitung in der Fabrik übrig bleibt, wird an Kühe und Mastbullen verfüttert und gelangt so wieder in den Ernährungskreislauf des Menschen.
Auch BASF kann offenbar nicht ganz ausschließen, dass Amflora eines Tages doch in Lebensmitteln auftaucht. Um sich abzusichern, hat die Firma für ihre Gentech-Knolle vorsichtshalber auch eine Genehmigung als Lebens- und Futtermittel beantragt.
Bereits im Februar 2006 hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Amflora als genau so sicher für Mensch, Tier und Umwelt wie jede herkömmliche Kartoffel beurteilt. Amflora ist nicht nur sicher, sondern schont auch die Umwelt. Durch ihre optimierte Stärkezusammensetzung trägt sie dazu bei, Material, Energie und Kosten zu sparen.

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