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Bakterienringfäule

Bakterienringfäule Clavibacter michiganensis ssp.sepedonicus
Die Bakterienringfäule wird durch das Bakterium Clavibacter michiganensis ssp.sepedonicus hervorgerufen. Erste Symptome treten in gemäßigten Klimazonen erst Mitte bis Ende Juli auf, was eine Diagnose der Krankheit erschwert. Außerdem ähneln die Symptome der beginnenden Abreife des Feldbestandes. Zunächst zeigen einzelne, im Bestand verstreute Pflanzen eine starke Welke, wobei der Trieb und die Blätter noch grün sind. Dann rollen sich die angewelkten Blätter um die Mittelrippe, vom unteren Stängelbereich beginnend, nach oben auf. Die Welke kann durch warme Witterung, Nematodenbefall, Insektenfraß am Stängel oder mechanische Verletzungen der Pflanze ausgelöst werden. Dabei weist der befallene Stängel äußerlich und innerlich keinerlei Veränderungen auf. Bei anhaltend trockener Witterung vertrocknen die Stängel in wenigen Tagen. Nur bei starkem Befall kann aus dem quer geschnittenen Stängel Bakterienschleim in Form einer milchigen Flüssigkeit mit den Fingern herausgepresst werden. Bei den Blättern kann es zu nekrotischen, hellbraunen Flecken und einer "Gelbscheckung" kommen, wobei die Blätter grün bleiben.
Der Erreger ist in einigen europäischen Ländern, darunter Deutschland, vertreten. Das Auftreten ist sporadisch und regional begrenzt. Durch die Bakterienfäule können Auflaufschäden und Ernteverluste bis zu 20 % und Lagerverluste durch Fäulnis bis zu 60 % eintreten. Der Erreger wird als gefährlicher Quarantäne-Schaderreger eingestuft, weshalb bei Auftreten des Bakteriums Meldepflicht besteht.

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