Die Krankheiten und Schädlinge der Kartoffel
Tierische Schädlinge
Kartoffelnematoden (Globodera rostochiensis und Globodera pallida)
Nematoden tragen zur sogenannten Bodenmüdigkeit bei. Es handelt es sich dabei um den gelben Kartoffelnematoden - Globodera rostochiensis - mit den Pathotypen Ro1, Ro2, Ro3, Ro4 und Ro5 oder um den weißen Kartoffelnematoden - Globodera pallida - mit den Pathotypen Pa1, Pa2 und Pa3.
Diese Wurzelparasiten können den Ertrag um mehr als fünfzig Prozent reduzieren.  
Kartoffelkäfer
Der Kartoffelkäfer ist leicht zu erkennen: Er ist etwa 1 cm groß und hat gelbe Flügeldecken mit kräftigen schwarzen Streifen. Ein Weibchen legt im Jahr bis zu 700 Eiern, aus denen sich rötliche Larven entwickeln. Die Larven sind sehr gefräßig und fressen ebenfalls die Blätter und Stängel der Kartoffelpflanze.
Bakterien Krankheiten
Schwarzbeinigkeit, Bakterielle Welke, Stängelfäule (Erwinia carotovora)
Schadbild
Dieser Krankheitskomplex wird durch verschiedene Bakterien der Gruppe Erwinia hervorgerufen, die auch die Knollen-Nassfäule im Lager verursachen. Die Ausbildung der Symptome kann sehr unterschiedlich sein. Einzelne Triebe können welken, vergilben und weisen einen schwarzen, weichfaulen Stängelgrund auf (Schwarzbeinigkeit). Die Schwarzbeinigkeit kann schon an jungen Pflanzen auftreten, wird überwiegend aber erst zu Beginn des Sommers (Juni-Juli) sichtbar. Äußere Symptome sind am Stängelgrund jedoch nicht immer zu beobachten; nach einem Längsschnitt des unteren Stängelbereichs wird jedoch verbräuntes oder verfaultes Markgewebe sichtbar.
Bakteriellle Welke und Schwarzbeinigkeit sind häufig mit einer Knollen--Nassfäule verbunden.
Vorkommen, Bedeutung Die bakteriellen Erreger der Erwinia-Gruppe verursachen in allen Anbaugebieten große Ertrags- und Qualitätsverluste. Durch mechanische Verletzung wird die Kartoffel von den Wundparasiten befallen. Der im Kartoffellager verursachte Schaden schwankt erheblich in Abhängigkeit von den Umweltfaktoren, kann aber bis zum Totalausfall führen. Auf Sandböden tritt die Schwarzbeinigkeit häufiger auf; der Befall nimmt mit steigendem Tongehalt ab, während die Nassfäule auf schwerem Boden stärker auftreten kann.
Hinweise zur Bekämpfung Pflanzenbauliche Maßnahmen, schnelle Trocknung bei der Einlagerung.
Kartoffelschorf Streptomyces scabies

man unterscheidet drei verschiedene Formen des Kartoffelschorfs:
1) der weltweit anzutreffende gewöhnliche Kartoffelschorf
2) der regional in Nordwesteuropa verbreitete Netzschorf
3) der auf Nordamerika beschränkte rotbraune Schorf.

Die Symptome des Gewöhnlichen Schorfs sind fast nur an der Knolle zu finden. An der Knollenoberfläche entstehen unregelmäßig verteilte, korkartige, braune Flecken mit rissigen Vertiefungen. Sind nur oberflächliche Gewebelagen abgestorben, wird die  Erscheinungsform als Flachschorf bezeichnet, worunter auch der Netzschorf gezählt wird. Haben sich tiefere, furchige Dellen ausgebildet, spricht man vom Triebschorf. Unter Buckelschorf versteht man die Bildung von neuem Gewebe, das sich an der Befallsstelle emporwölbt. Stolonen, Wurzeln und Stängelgrund werden nur selten befallen und reagieren mit der Bildung von Nekrosen. Beim Netzschorf werden alle unterirdischen Pflanzenteile der Staude befallen. Mit dem Keimbeginn der Pflanzknollen und der Wurzelbildung setzt der Krankheitsverlauf ein. Der Befall beginnt schon vor der Knollenbildung. An Stängelbasis und Stolonen entstehen braune Läsionen, die mit dem Befall von Rhizoctonia zu verwechseln sind. Beim Wurzelbefall, der mit einer hellbraunen Verfärbung einhergeht, verfaulen die Haarwurzeln fast vollständig. Es kommt zu Wachstumsstörungen, die zu beträchtlichen Ertragsverlusten führen können. Im Endstadium wird die Knolle teiweise oder vollständig von braunen Flecken überzogen und es entsteht die typische Netzstruktur.
Vorkommen, Bedeutung Die wirtschaftlichen Schäden werden bei dem Gewöhnlichen Schorf hauptsächlich durch eine Qualitätsminderung der Knolle verursacht. Es kommt zu erhöhten Schäl- und Gewichtsverlusten. Geschmack und Gesundheit werden jedoch nicht beeinflusst. Der Netzschorf wird von den für Gewöhnlichen Schorf ungünstigen Bedingungen, wie z.B. niedrige Temperaturen und hohe Bodenfeuchte, gefördert.

Schleimkrankheit Ralstonia solanacearum
Schadbild Die Schleimkrankheit der Kartoffel wird durch das Bakterium Ralstonia solanacearum hervorgerufen. Der Erreger verursacht Auflaufschäden in Kartoffelbeständen, die bei starkem Befall mit zahlreichen Fehlstellen auffallen. An einzelnen Pflanzen werden die ersten Symptome besonders zur heißesten Tageszeit an den Triebspitzen, deren Blätter zu welken beginnen, sichtbar. Im weiteren Krankheitsverlauf erfasst die Welke oft schlagartig die gesamte Pflanze. Die Blätter vergilben, nekrotisieren und schließlich stirbt die gesamte Pflanze ab. Bei der Gefäßbündelzone der Stängel und den Stolonen ist im Querschnitt eine braune Verfärbung zu erkennen, aus der unter Druck eine bräunliche Flüssigkeit (Exsudat) austritt. Befallene Knollen zeigen auf der Oberfläche blau-schwarze, eingesunkene Flecken an Augen und Nabel. An diesen Stellen tritt Bakterienschleim aus, weswegen an diesen Stellen häufig Erde haftet. Halbierte Knollen weisen eine gelb-braun verfärbte Gefäßbündelzone auf, aus der ebenso Bakterienschleim austritt.
Vorkommen, Bedeutung Die Schleimkrankheit ist hauptsächlich in tropischen und subtropischen Ländern verbreitet. Sie ist auch in wenigen europäischen Ländern regional vertreten, zu denen seit 1998 Deutschland zählt. Im Rahmen der Quarantäne-Maßnahmen besteht u.a. Meldepflicht und Anbauverbot. Die Schädigungen können über pflanzenhygienische Maßnahmen, Desinfektion kontaminierter Gegenstände sowie Verwendung befallsfreien Pflanzgutes in Grenzen gehalten werden. Vorbeugend ist ebenso der Anbau von nicht anfälligen Kulturen wie Gräser- und Getreidearten im mehrjährigen Fruchtfolgen. Mit Hilfe empfindlicher Nachweismethoden kann auch ein latenter Befall im Bestand festgestellt werden.
Bakterienringfäule Clavibacter michiganensis ssp.sepedonicus
Schadbild Die Bakterienringfäule wird durch das Bakterium Clavibacter michiganensis ssp.sepedonicus hervorgerufen. Erste Symptome treten in gemäßigten Klimazonen erst Mitte bis Ende Juli auf, was eine Diagnose der Krankheit erschwert. Außerdem ähneln die Symptome der beginnenden Abreife des Feldbestandes. Zunächst zeigen einzelne, im Bestand verstreute Pflanzen eine starke Welke, wobei der Trieb und die Blätter noch grün sind. Dann rollen sich die angewelkten Blätter um die Mittelrippe, vom unteren Stängelbereich beginnend, nach oben auf. Die Welke erzeugt einen kollapsähnlichen Zustand des befallenen, noch grünen Triebes. Dieser Zustand kann durch warme Witterung, Nematodenbefall, Insektenfraß am Stängel oder mechanische Verletzungen der Pflanze ausgelöst werden. Dabei weist der befallene Stängel äußerlich und innerlich keinerlei Veränderungen auf. Bei anhaltend trockener Witterung vertrocknen die Stängel in wenigen Tagen. Nur bei starkem Befall kann aus dem quer geschnittenen Stängel Bakterienschleim in Form einer milchigen Flüssigkeit mit den Fingern herausgepresst werden. Bei den Blättern kann es zu nekrotischen, hellbraunen Flecken und einer "Gelbscheckung" kommen, wobei die Blätter grün bleiben.
Vorkommen, Bedeutung Der Erreger ist in einigen europäischen Ländern, darunter Deutschland, vertreten. Das Auftreten ist sporadisch und regional begrenzt. Durch die Bakterienfäule können Auflaufschäden und Ernteverluste bis zu 20 % und Lagerverluste durch Fäulnis bis zu 60 % eintreten. Der Erreger wird als gefährlicher Quarantäne-Schaderreger eingestuft, weshalb bei Auftreten des Bakteriums Meldepflicht besteht. Oft erfolgt die Ausbreitung des Erregers unbemerkt. Es wird jedoch versucht, dies durch neue Untersuchungsmethoden zu unterbinden.
Pilzkrankheiten
Kartoffelkrebs  (Synchytrium endobioticum)

Kartoffelkrebs ist ein Krankheit, die durch einen Pilz verursacht wird: Synchytrum endobioticum. Dieser Pilz bildet blumenkohlartige Wucherungen an Stengel, Stolonen und Knollen. Er ist in der Lage, sehr lange im Boden zu überleben.
Welkekrankheit (Colletotrichum coccodes)
Schadbild Die Krankheit wird von dem Erreger Colletotrichum coccodes hervorgerufen. Befallene Blätter werden ab Vegetationsmitte gelb und rollen sich vom Blattrand nach oben auf, bevor sie vertrocknen. Außerdem kommt es, hauptsächlich an den Seitentrieben, zur Bildung von Luftknöllchen. Die Stängel bleiben meist länger grün, während die Blätter vertrocknen und herunterhängen. Im weiteren Verlauf vergilben und vertrocknen häufig auch die Stängel, deren Gewebe sich lederartig anfühlt und längsverlaufende Riefungen aufweist. Die frühzeitige Wurzelstörung, die sich in einer trockenen Fußmorschung äußert, ist ein weiteres charakteristisches Merkmal der Welkekrankheit. Die befallenen Pflanzen sind verstreut über den Feldbestand zu finden. Die Knollen von erkrankten Pflanzen sind größtenteils gummiartig weich, schrumpfen und faulen. Die Stolonen können innerhalb weniger Tage absterben. Pflanzgut, welches  aus befallenen Beständen kommt, ist oft schwachtriebig. Da der Erreger vornehmlich älteres Gewebe befällt, ist er zur Enrtezeit oft auf absterbenden bzw. abgestorbenen Kartoffelstängeln zu finden. Hierbei sind die kleinen, schwarzen Pünktchen (=Acervuli; später Sklerotien), die aus der Epidermis hervorbrechen, gut zu erkennen.
Vorkommen, Bedeutung Die Colletotrichum-Welkekrankheit tritt in fast allen Kartoffelanbaugebieten auf. Hierbei fördert eine trockenheiße Sommerwitterung den Pilzbefall
Schalennekrose ( Colletotrichum coccodes)
Die Schalennekrose der Knolle soll ebenfalls durch diesen Pilz verursacht werden. Sie ist normalerweise erst im Frühjahr, selten sogleich nach der Ernte, sichtbar und äußert sich in verschiedener Form. Es können auf der Schale hellgraue bis graubraune, unregelmäßig geformte Flecke (ähnlich: Silberschorf) bis zu tiefen, scharf umrandeten Dellen auftreten, unter denen sich eine eng begrenzte Trockenfäule bilden kann. Kleine Dellen können auch gleichmäßig über die Knolle verteilt sein, so dass sie ein "gehämmertes" Aussehen hat; Verwechslungen sind besonders mit Frostdellen und Phoma-Befall möglich. Die beschriebenen Symptome der Schalennekrose treten oft nur bei bestimmten Sorten nach starken Temperaturschwankungen während der Vegetation und/oder der Ernte oder nach Lagerung bei zu tiefen Temperaturen (0° C) und anschließender, plötzlicher Erwärmung der Knollen (z.B. 10° C) auf. In den Befallsstellen sind mit der Lupe zahlreiche schwarze Pünktchen, die Sklerotien, zu erkennen. Ferner zeigen befallene Knollen häufig eine leichte Rauhschaligkeit.
 Fusarium-Welke  (Fusarium oxysporum)
Schadbild
Die Fusarium-Welke wird durch den Pilz Fusarium oxysporum verursacht. Die Symptome sind denen der Verticillium-Welke sehr ähnlich, eine sichere Diagnose ist nur durch eine Erreger-Bestimmung auf Nährboden möglich. Besonders nach trocken-warmer Witterung vergilben die unteren Blätter fortschreitend. Im Stängel- und Knollenquerschnitt zeigen sich Verbräunungen der Leitbündelzone. Die Welke der Pflanzen wird hauptsächlich durch die von dem Pilz produzierten Welketoxine verursacht. Infizierte Knollen keimen nicht oder früher als gesunde, zeigen Knöllchensucht oder Fadenkeimigkeit.
Vorkommen, Bedeutung
Die Fusarium-Welke tritt vor allem bei kurzfristigen Hitzeperioden auf. Die Krankheit führt zu Auflaufschäden und in Abhängigkeit von der Witterung zu Ertragsverlusten.
Bekämpfung
Ackerbauliche und pflanzenhygienische Maßnahmen
Dörrfleckenkrankheit (Alternaria solani)
Schadbild
Die Dürrfleckenkrankheit des Kartoffellaubs wird von dem Pilz Alternaria solani verursacht. Bereits frühzeitig, Anfang Juni, werden auf den Blättern verstreut, zunächst punktartige, sich schnell vergrößernde, dunkelbraune Blattflecken gebildet. Sie zeigen meist charakteristische konzentrische Ringe. Erkranktes Gewebe ist scharf von gesundem abgegrenzt. Die unteren Blätter sind zuerst betroffen. Die Dürrfleckenkrankheit kann mit Botrytis, Phytophthora oder auch Magnesium-Mangel-Symptomen verwechselt werden. An den Knollen erzeugt Alternaria solani eine Trockenfäule, die als Hartfäule bezeichnet wird.
Vorkommen, Bedeutung
Die Dürrfleckenkrankheit ist in allen Anbaulagen anzutreffen. Schäden am Kraut treten besonders in Klimagebieten mit kontinentalem Charakter auf. Besonders förderlich für eine Epidemie sind Regenfälle, die auf eine Trockenperiode folgen. Knolleninfektionen können weitgehend durch Krautabtötung vor der Ernte vermieden werden.
Grauschimmel  (Botrytis cinerea)
Schadbild
Der Grauschimmel der Kartoffel wird durch den Pilz Botrytis cinerea verursacht. Als Symptome treten zunächst Schwarzfärbungen auf Blättern und Stängeln auf, die sich bei anhaltender Feuchtigketi weiter ausdehnen. Botrytisbefall geht meist von den Blattspitzen aus. Die Flecke sind häufig von einem gelben Rand umgeben. Bei für den Pilz günstigen Bedingungen breitet sich auf der Ober- und Unterseite des Blattes ein dunkelgrauer Pilzrasen aus.
Vorkommen, Bedeutung
Der Erreger wird durch feucht-kühle Witterung begünstigt, so dass er in Regionen mit entsprechendem Klima von einer größeren Bedeutung sein kann. Der Pilz befällt vornehmlich abgestorbenes oder geschwächtes Gewebe. Auch Knollen können bei hoher Feuchtigkeit und niedrigen Temperaturen befallen werden (braune, wässrige Fäule).
Hinweise zur Bekämpfung Vorbeugend sind eine verletzungsarme Ernte und Aufbereitung sowie eine optimale Lagerung. Außerdem wirkt sich eine ausreichende Kalidüngung, die wiederum die Verletzungsanfälligkeit der Pflanzen vermindert, positiv auf die Pflanzengesundheit aus
 Kraut und Knollenfäule  (Phytophthora infestans)
Schadbild
Die Kraut-und Knollenfäule wird durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht. Befallene Pflanzen weisen zunächst Verbräunungen des Stängelgrundes und an den unteren Blättern auf. Die Flecken bilden sich meist vom Blattrand her aus und vergrößern sich schnell bei feuchter Witterung. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zu anderen Blattkrankheiten ist ein weißer Saum von Sporangienträgern an dem Übergang von krankem zu gesundem Gewebe, der sich besonders in den frühen Morgen- und späten Abendstunden abzeichnet. Die weitere Ausbreitung im Bestand erfolgt vorwiegend in Windrichtung. Das Kraut ungeschützter Bestände kann innerhalb kurzer Zeit vernichtet werden. Der Erreger befällt auch Knollen (Braunfäule), Triebspitzen, Stängel und Blattstiele.
Vorkommen, Bedeutung
Die Kraut- und Knollenfäule ist die gefährlichste Kartoffelkrankheit und tritt in allen Anbaugebieten auf. Sie wird durch feucht-warme Witterung begünstigt und kann massive Ertragsverluste verursachen. Ein wesentlicher Anteil der Verluste geht auf sekundäre Weichfäulen zurück, die sich als Folge einer Knolleninfektion durch Phytophthora infestans während der
Vegetationszeit, bei der Rodung oder Einlagerung einstellen.
Silberschorf   (Helminthosporium solani)
Schadbild
Der Silberschorf ist eine Lagerkrankheit und wird von dem Pilz Helminthosporium solani verursacht. Auf erdfreien und gewaschenen Knollen sind auf der Schale silbergraue, unregelmäßige Flecke erkennbar, die von winzigen schwarzen Pünktchen, den Sporenlagern, durchsetzt sind. Der silbrige Glanz entsteht durch das Eindringen von Luft zwischen Korkschicht und Zellgewebe. Das Speichergewebe wird meist nicht betroffen. Bei starkem Befall kann das Krankheitsbild mit Colletotrichum-Welke verwechselt werden.
Vorkommen, Bedeutung
Mit gestiegenen Qualitätsansprüchen an Konsumkartoffeln hat der Silberschorf an Bedeutung zugenommen. Stark befallene Knollen weisen im Lager erhöhte Gewichtsverluste auf und verlieren an Qualität. An Pflanzgut kann die Triebkraft gemindert werden. Der Silberschorf tritt stärker an Ernten aus leichten, sandigen Böden auf als bei Knollen aus schweren Böden. Feuchte Partien und hohe Temperaturen während der Lagerung verstärken den Knollenbefall. Die Krankheit überdauert bei Fruchtwechsel von mehr als einem Jahr nicht im Boden
Verticillium-Welke, Wirtelpilz- Welkekrankheit (Verticillium spp.)
Schadbild
Die Verticillium-Welke wird durch verschiedene Arten des Bodenpilzes Verticillium (V.dahliae und V. albo-atrum) verursacht. Die Symptome treten an den Pflanzen oft erst kurz vor der Abreife auf. Zuerst vergilben die unteren Blätter, teilweise nur einseitig. Sie beginnen zu welken, verbräunen und sterben ab, wobei sie an dem noch grünen Stängel vertrocknet herabhängen. Es tritt keine Fäule am unteren Stängelabschnitt auf; die Gefäßbahnen sind gelblich-braun verfärbt. Der Befall führt zu einem verfrühten Absterben der Pflanzen. Die Krankheit ist leicht mit Infektionen durch Fusarium oxysporum zu verwechseln.
Vorkommen, Bedeutung
Die Verticillium-Welke kommt in allen Anbaugebieten vor. Die verschiedenen Erregerarten treten oft zusammen auf. Ein Befall im Feld wird oft übersehen, da die Kultur augenscheinlich normal abreift. Die größten Schäden können in warmen Sommern entstehen, die Pflanzen zeigen dann frühe und heftige Welkeerscheinungen. Die Folge ist eine schnelle Abnahme der grünen Blattfläche und eine frühzeitige Abreife.
Bekämpfung
Nematoden können ”Schrittmacherdienste“ beim Zustandekommen einer Infektion leisten. Ackerbauliche und pflanzenhygienische Maßnahmen
Wurzeltöterkrankheit (Rhizoctonia solani )
Schadbild
Die Wurzeltöterkrankheit wird durch den Pilz Rhizoctonia solani verursacht. Die ersten Symptome bestehen in verzögertem Auflauf, Fehlstellen und der Entwicklung nur weniger, geschwächter, oberirdischer Triebe. Ein Teil der Triebspitzen an den Pflanzknollen ist dunkelbraun verfärbt und abgestorben. Während der Vegetation fallen befallene Pflanzen durch welkes Aussehen und Wipfelrollen der Fiederblätter auf. Zur sicheren Diagnose müssen die Pflanzen aus dem Boden genommen werden, da die infizierten Teile sich unter der Bodenoberfläche befinden. Bei hoher Luftfeuchte verursacht der Erreger am Stängelgrund einen grau-weißen Myzelbelag (Weißhosigkeit). Zum Ende der Vegetation entstehen an der Knollenoberfläche schwarze anhaftende Dauerorgane (Kartoffelpocken) des Pilzes.
Vorkommen, Bedeutung
Die Wurzeltöterkrankheit ist in allen Anbaulagen verbreitet. Größere Bedeutung hat der Erreger vor allem in konzentrierten Anbaugebieten, bei stärkerem Kartoffeldurchwuchs und in Jahren mit kühlem Frühjahrswetter. Die Schädigung wird hauptsächlich durch Fehlstellen und Qualitätsminderung (Pockenbesatz an Speise- und Pflanzkartoffeln) hervorgerufen. Der Gewichtsanteil der Über-und Untergrößen steigt, die Pflanzgutfraktion ist reduziert.
Weiterhin kann der Stärkeertrag gemindert sein. Mischinfektionen mit z.B. mit Schwarzbeinigkeit können Auflauf- und Ertragsschäden verstärken
VIRUSKRANKHEITEN
Blattrollkrankheit (Blattrollvirus, PLRV = potato leafroll virus)
Schadbild
Die Krankheit wird durch das persistente (beständige) Kartoffelblattrollvirus verursacht. Primärsymptome treten auf, wenn gesunde Pflanzen im Verlauf der Vegetation mit dem Virus infiziert werden. Sie äußern sich durch Einrollen der Blätter, steiler Blattstellung und evtl. leichter Aufhellung der oberen Blätter.
Pflanzen, die aus virusbelasteten Knollen aufwachsen, zeigen im unteren Blattbereich tütenähnliche Blattverformungen (Sekundärsymptome). Der Wuchs ist steiler und die Pflanze generell etwas aufgehellt. Die gerollten Blätter werden hart und brüchig.
Vorkommen, Bedeutung
Das Blattrollvirus gehört zu den häufigsten Kartoffelvirosen. Er wird ausschließlich über Vektoren (verschiedene Blattlausarten, bes. Grüne Pfirsichblattlaus) übertragen. Für die Übertragung ist ein Saugvorgang der Laus erforderlich. Sie nimmt das Virus auf, es gelangt über den Verdauungstrakt in die Speicheldrüsen und wird bei der weiteren Saugtätigkeit verbreitet. Die Schädigung erfolgt durch Verminderung der Knollenzahl und Knollenmasse. Bei empfindlichen Sorten können auch Knollennekrosen auftreten.
Hinweise zur Bekämpfung
Durch eine kombinierte fungizide und insektizide Pflanzgutbehandlung wird die Gefahr einer Virusinfektion durch Bekämpfung der Blattläuse stark herabgesetzt.
Strichelkrankheit - Tabakrippenbräune (Y-Virus, PVY = potato virus)
Schadbild
Die Krankheiten werden durch das nicht persistente Kartoffel-Y-Virus hervorgerufen. Die Symptomausprägung ist je nach Sorte und Virusstamm unterschiedlich. Bei der Strichelkrankheit äußert sich die Primärinfektion in ”Tintenspritzer“- Flecken auf der Blattunterseite. Bei Sekundärinfektion zeigt sich auf den Blättern ein ausgeprägtes Raumosaik. Später kräuseln sich die Blätter, werden spröde und knicken ab, bleiben jedoch an der Pflanze haften. Der Wuchs der gesamten Staude ist gehemmt.
Bei der Tabakrippenbräune zeigt sich meist nur eine schwache bis stärkere Mosaikscheckung.
Vorkommen, Bedeutung
Das Y-Virus zählt zu den gefährlichsten Kartoffelvirosen und wird von in erster Linie von Blattläusen (Grüne Pfirsichblattlaus, Kreuzdornlaus u.a.) übertragen. Bei leichter Ausprägung wird der Befall im Bestand leicht übersehen. Ertragsverluste entstehen durch geringere Knollengröße und verminderten Stärkegehalt.
Hinweise zur Bekämpfung
Mit der kombinierten fungiziden und insektiziden Pflanzgutbehandlung wird der Befall mit virusübertragenden Blattläusen stark reduziert.
S-Virus (Kartoffel-S-Virus (PVS))                 
Schadbild
Auf den Blättern kommt es zu schwer erkennbaren Mosaikerscheinungen und einer leichten Verdrehung der Blätter. Die Symptomausbildung ist stark sortenabhängig, manchmal treten die Symptome gar nicht in Erscheinung. Bei sehr anfälligen Sorten kommt es jedoch von oben beginnend zum löffelartigen Einrollen und Verdrehen der Blätter. Insgesamt sind die viruskranken Pflanzen etwas kleiner als gesunde und weisen im abreifenden Laub grüne Flecken auf.
Vorkommen, Bedeutung
Das mit dem Rollmosaik verwandte Virus ist weltweit verbreitet. Es hat meist geringere Ertragseinbußen von 10-20 % zur Folge. Vom Virus befallen werden Nachtschattengewächse, Gänsefußarten sowie Schmetterlingsblütler. Das Schadbild ist bei warmer, trockener Witterung intensiver ausgeprägt.
Rollmosaik-Virus (Kartoffel-M-Virus (PVM))
Schadbild Die Krankheit wird durch das Kartoffel-M-Virus, das aus mehreren Stämmen besteht, hervorgerufen und ist in der gesamten Wirtspflanze zu finden. Für die Verbreitung ist kein Helfervirus nötig.. Das Schadsymptom variiert je nach Virusstamm, Kartoffelsorte und Witterung und tritt häufig gar nicht in Erscheinung. Primärinfektionen sind in der Regel nicht zu erkennen.  Bei Sekundärinfektionen kommen alle Übergänge von geringer Adernaufhellung in Blättern der Gipfelregion, leichter Rötlichfärbung der Endblätter, Blattrandwellungen und Ausbildung von Mosaikflecken bis hin zum löffelförmigen Einrollen der Wipfelblätter vor. Die Sprossachse ist gestaucht. Die Symptomausprägung bzw. Maskierung ist bei warmer Witterung (>24 °C) schwächer. Im Gegensatz zur Blattrollkrankheit beginnt das Rollmosaik nicht an den tiefer gelegenen Pflanzenteilen, sondern in der Wipfelregion.
Vorkommen, Bedeutung
Das Virus ist allgemein verbreitet, kommt jedoch besonders oft in  Südost- un Osteuropa vor. Seine Bedeutung hat in Mitteleuropa in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Je nach Sorte, Witterung und Virusstamm kommt es zu unterschiedlich hohen Ertragsverlusten. Diese werden in der Literatur teils mit "gering", teils mit 20-30 % angegeben und sollen in Osteuropa 40 % betragen haben.
Mangelkrankheiten
Kaliummangel
Schadbild Bei Kaliummangel verfärben sich die Kartoffelblätter blaugrün bis matt. Es können Welkerscheinungen ("Welketracht") an der Pflanze auftreten, die einen gestörten Wasserhaushalt hat. Die Mangelerscheinungen sind zuerst an den älteren Blättern in Form von Blattrandchlorosen sichtbar, gehen später in Nekrosen über und führen schließlich zum Absterben der Blätter. Das Wurzelwachstum der Pflanzen ist häufig gering, und es werden nur wenige Knollen gebildet. An den Knollen wird verstärkt Grau- oder Schwarzfleckigkeit beobachtet. In extremen Mangelsituationen bildet die Pflanze nur schwächliche, am Boden aufliegende Triebe aus, die frühzeitig absterben. Mangel an Kalium kommt vor allem auf leichten Böden durch Kali-Auswaschungen vor. Die Kartoffel benötigt eine relativ hohe Mineraldüngerzufuhr.
Vorkommen, Bedeutung Die natürliche K-Nachlieferung aus dem Boden reicht für höhere Ernten in der Regel nicht aus. Auf Kali-fixierenden Standorten sollte mit Patentkali gedüngt werden, wobei ein Nährstoffverhältnis von N:P:K von etwa 1:1,5:2 anzustreben ist. Generell sollte bevorzugt ein Dünger mit einem hohen Anteil von Spurenelementen eingesetzt werden
Magnesiummangel
Schadbild
Ein Defizit dieses Nährstoffes tritt häufig im Blütestadium auf und führt zu Aufhellungen zwischen den Interkostalfeldern (=Blattnerven), wobei die älteren Blätter zuerst betroffen sind. Im weiteren Verlauf vergilben die Interkostalfelder und es kommt zur Ausbildung von Nekrosen, die sich bis zum Blattrand ziehen. Der Blattrand bleibt dabei relativ lange grün. Die nekrotisierten Blätter werden brüchig und sterben frühzeitig ab. Magnesiummangel tritt oft auf leichten, sauren Böden Nordwestdeutschlands auf.
Vorkommen, Bedeutung Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil bei der Chlorophyllbildung und beeinflusst den Stoffwechsel der Phosphorsäure. Ein Mangel kann daher zu Mindererträgen führen. Zusätzlich erhöht Magnesium den Gehalt wichtiger Inhaltsstoffe, wie z.B. Eiweiß und Stärke. Daher sollte eine entsprechende Düngung der Böden im Herbst und Frühjahr erfolgen. Außerdem sollte im auf den pH-Wert des Bodens geachtet werden, der zwischen 5,5-5,8 und auf schweren Böden bei 6,0-6,2 liegen sollte. Akute Mangelerscheinungen können mit Hilfe einer Blattdüngung beseitigt werden.
Manganmangel
Schadbild Ein Manganmangel kommt im Bestand häufig Fleckenweise vor und ist durch schmutzig-gelblichgrün gefärbte Pflanzen von gesunden Pflanzen zu unterscheiden. Die Symptome erscheinen zunächst an den jüngeren und mittleren Blättern an den Triebspitzen zwischen den Blattadern (=Interkostalfeldern), die sich gelblich verfärben. Im weiteren Verlauf entstehen entlang der Blattadern kleine, dunkle, nekrotische Punkte. Mangelchlorrosen treten an den oberen Blättern auf, da Mangan im Gegensatz zu Magnesium kaum aus älteren Blättern mobilisiert wird. Ein länger anhaltender Mangel führt schließlich zum Einrollen der Blätter, die dann unter Braunfärbung absterben. Ein Mangel tritt vor allem auf leichten, wenig gepufferten Böden mit einem hohen pH-Wert (> 6) auf, weil das Mangan unter solchen Bedingungen nicht mehr pflanzenverfügbar ist.
Vorkommen, Bedeutung Durch den Einsatz von Hüttenkalk können Schäden durch übermäßige Kalkung größtenteils vermieden werden. Eine ausreichende Kali-Düngung fördert außerdem die Manganaufnahme der Pflanze. Auf Böden mit hohen pH-Werten sollten physiologisch saure Düngemittel verwendet werden. Zur raschen Beseitigung von Manganmangel empfehlen sich Blattspritzungen mit Mangansulfat
Phosphormangel
Schadbild Pflanzen, die an einem Phosphorsäuremangel leiden, haben dunkelgrün verfärbte Blätter. Bei starkem Mangel kommt es zu einer gelbroten Verfärbung der Blätter und entlang der Blattadern, besonders der Mittelrippe, können schwarzbraune, nekrotische  Punkte, bzw. kleine Flecke entstehen. Der Rand der Fiederblätter wölbt sich nach oben und die Blätter sterben schließlich unter dunkelbrauner bis grauschwarzer Verfärbung von der Spitze und vom Rand her ab. Phosphormangel tritt nur noch selten auf, da die meisten Böden ein gutes Nachlieferungsvermögen für diesen Nährstoff besitzen.
Vorkommen, Bedeutung Durch Phosphat-Düngung können Defizite im Boden ausgeglichen und so dem Auftreten von Mangelerscheinungen vorgebeugt werden. Solch eine Düngung wirkt sich positiv auf die Knollenqualität, die Knollenform und neben Kali auch auf die Beschädigungsempfindlichkeit und die Beschleunigung der Reife aus
Bormangel
Schadbild Unter extremen Mangelbedingungen sterben die Sprossspitzen ab, die oberen Blätter werden dunkelgrün und rollen sich ein, während die unteren Blätter vergilben und nach braun-schwarzer Verfärbung allmählich absterben. Bei einem Mangel im frühen Jugendstadium der Pflanze können die Internodien verkürzt sein und die Pflanzen somit einen buschigen Wuchs aufweisen. Das Wurzelsystem ist nicht normal ausgebildet und kann ein struppiges Aussehen annehmen. Bei einigen Sorten tritt Schalenrissigkeit an den Knollen auf, und der Gefäßbündelring am Nabelende kann verbräunen. Aufgeschnittene Kartoffeln verfärben sich schnell dunkel. Vorkommen, Bedeutung Mangelerscheinungen des Spuren-Nährstoffes treten nur selten auf und kommen hauptsächlich auf zur Trockenheit neigenden Böden vor. Die Kartoffelpflanze hat nur einen geringen Bedarf, so dass in der Regel die Verwendung borhaltiger Düngemittel zur Vermeidung von Schäden ausreichen dürfte. Zur Beseitigung von akuten Mangelerscheinungen eignet sich eine Gabe von 5-10 kg/ha Borax.
Nichtparasitäre Krankheiten
Eisenfleckigkeit und Pfropfenbidung

 PARASITÄRE KRANKHEITEN

Pilzkrankheiten:                             Kraut- und Knollenfäule
                                                            Phytophthora infestans Blatt (Krautfäule)
                                        Phytophthora infestans Knolle (Braunfäule)

                                        Dürrfleckenkrankheit
                                                            (Alternaria solani)
                                                             Echter Mehltau
                                                            (Erysiphe polyphaga)
                                                            Cercospora-Blattfleckenkrankheit
                                                            (Cercospora concors)
                                                            Sclerotinia-Stengelfäule
                                                            (Sclerotinia sclerotiorum)
                                                            Colletotrichum-Welkekrankheit
                                                            (Colletotrichum coccodes)
                                                            Wurzeltöterkrankheit
                                                            (Rhizoctonia solani)
                                                            Violetter Wurzeltöter
                                                            (Rhizoctonia crocorum)
                                                            Phoma-Trockenfäule
                                                            (Phoma foveata)
                                                            Trockenfäule (Weißfäule) - FUSARIUM
                                                            (Fusarium spp.)
                                                            Trockenfäule
                                                            (Gliocladium roseum)
                                                            Kartoffelkrebs
                                                            (Synchytrium endobioticum)
                                                            Silberschorf
                                                            (Helminthosporium solani)
                                                            Pulver- bzw. Schwammschorf
                                                            (Spongospora subterranea)
                                                            Tüpfelfleckenkrankheit
                                                            (Polyscytalum pustulans)
                                                            Grauschimmel
                                                            (Botrytis cinerea)
                                                            Fusarium-Welke
                                                            (Fusarium oxysporum)
                                                            Wirtelpilz-Welkekrankheit
                                                            (Verticillium spp.)
                                                            Rotfäule
                                                            (Phytophthora erythroseptica)
                                                            Wässrige Wundfäule
                                                            (Pythium ultimum)

Bakterienkrankheiten:                  Kartoffelschorf
                                                            (Streptomyces scabies)
                                                            Bakterienringfäule
                                                            (Corynebacterium sepedonicum) 
                                                            Schwarzbeinigkeit, Bakterielle Welke,
                                                            Stengelfäule
                                                            (Erwinia)  Erwinia-Schwarzbeinigkeit
                                                            Schleimkrankheit
                                                            (Pseudomonas solanacearum)

Viruskrankheiten:                          Blattrollkrankheit
                                                            Strichelkrankheit / Tabakrippenbräune
                                                            A-Virus-Mosaik
                                                            X-Virus-Mosaik
                                                            Rollmosaik
                                                            S-Viruskrankheit
                                                            ABC-Krankheit
                                                            Stengelbunt- und Pfropfenkrankheit
                                                            Mop-top bzw. Büscheltriebkrankheit
                                                            Aucuba-Mosaik
                                                            Luzerne-Mosaik-Virus
                                                            Bronzefleckenkrankheit
                                                            Spindelknollenkrankheit

Mykoplasmosen:                           Stollbur-Krankheit
                                                            (Welkekrankheit)

NICHTPARASITÄRE KRANKHEITEN:

                                                            Herbizidschaden
                                                            Frost-, Kälte, Blitz- und Hitzeschäden,
                                                            Schalennekrose
                                                            Hagelschaden
                                                            Schaden durch Keimhemmungsmittel
Mißbildungen an der Knolle:      Knöllchensucht
                                                            Fadenkeimigkeit
                                                            Zwiewuchs und Kindelbildung
                                                            Schalenrissigkeit (Wachstumsrisse)
Innere Mängel:                                Schwarzfleckigkeit, Druckstellen
                                                            Eisenfleckigkeit
                                                            Schwarz- und Hohlherzigkeit
                                                            Rotstreifigkeit
Nährstoffmangelerscheinung:  Stickstoffmangel
                                                            Phosphorsäuremangel
                                                            Magnesiummangel
                                                            Kalimangel
                                                            Manganmangel
                                                            Bormangel

TIERISCHE SCHADERREGER:

Blattläuse:                                      Grüne Pfirsichlaus
                                                           (Myzus persicae)
                                                           Kreuzdornlaus
                                                           (Aphis nasturtii)
                                                           Faulbaumlaus
                                                           (Abis frangulae)
                                                           Grüngestreifte Kartoffelblattlaus
                                                           (Macrosiphon euphorbiae)
                                                           Grüngefleckte Kartoffellaus
                                                           (Aulacorthum solani)
                                                           Schwarze Bohnenlaus
                                                           (Abis fabae)
                                                           Schalottenlaus
                                                           (Rhopalomyzus ascalonicus)
                                                           Kartoffelkellerlaus
                                                           (Rhopalosiphonius latysiphon)
Thripse:                                           Blasenfüße = Thripse
                                                           (Thysanoptera)
Zikaden:                                           Zikaden
                                                           (Jassidae)
Wanzen:                                          Blind- oder Weichwanzen
                                                           (Miridae)
Springschwänze:                         Springschwänze
                                                           (Collembolen)
Käfer:                                               Kartoffelkäfer
                                                           (Leptinotarsa decemlineata)
                                                           Kartoffelerdfloh
                                                           (Psylloides affinia)
                                                           Engerlinge der Mai-, Juni und
                                                           Gartenlaubkäfer
                                                           (Melolontha melolontha bzw. M. hippocastani,
                                                            Amphimallon solstitialis, Phyllopertha horticola)
                                                           Drahtwürmer
                                                           (Agriotes lineatus, Agriotes obscurus)
Schmetterlinge:                             Wintersaateule
                                                           (Agriotes segetum)
                                                           Gamma-Eule
                                                           (Autographa gamma)
                                                           Ypsilon-Eule
                                                           (Agrotis ipsilon)
                                                           Markeule (Kartoffeltriebbohrer)
                                                           (Xanthoecia flavago)
                                                           Ausrufezeichen
                                                           (Agrotis exclamationis)
                                                           Kartoffelbohrer
                                                           (Hydroecia micacea)
Schnaken:                                      Wiesenschnakenlarven
Haarmücken:                                 Gartenhaarmücke
                                                           (Bibio hortulanus)
                                                           Markus-Haarmücke
                                                           (Bibio marci)
Maulwurfsgrille:                             Maulwurfsgrille
                                                           (Gryllotalpa gryllotalpa)
Spinnmilben:                                  Gemeine Spinnmilbe
                                                           (Tetranychus urticae)
                                                           Wurzelmilbe
                                                           (Rhizoglyphus echinopus)
Schnecken:                                    Nacktschnecken
Nematoden:                                   Gelber Kartoffelnematode
                                                           (Globodera rostochiensis) 
                                                           Weißer Kartoffelnematode
                                                           (Globodera pallida)
                                                           Ektoparasitäre wandernde
                                                           Wurzelnematoden
                                                           Endoparasitisch lebende
                                                           Wurzelnematoden
                                                           Nördliches Wurzelgallenälchen
                                                           (Meloidogyne hapla)
                                                           Stock- und Stengelälchen
                                                           (Ditylenchus dipsaci)
                                                           Kartoffelkrätzeälchen
                                                           (Ditylenchus destructor)

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